Handel im Fokus: Unzufriedenheit mit dem Weihnachtsgeschäft
Im Großhandel hat sich das Geschäftsklima im Dezember – auf sehr niedrigem Niveau – verbessert. Damit liegt der Klimaindikator ungefähr fünf Punkte über dem Jahresdurchschnitt 2025, allerdings etwa 15 Punkte unter seinem (negativen) historischen Mittel. Die Bewertungen der laufenden Geschäfte fielen weit verbreitet negativ aus, wurden jedoch gegenüber November leicht nach oben korrigiert. Die Meldungen zu Umsatzrückgängen im Vergleich zum Vorjahr nahmen ab. Der Lagerbestand blieb nahezu unverändert, der entsprechende Saldo lag wenige Punkte über seinem langfristigen Mittelwert. Der Ausblick auf das kommende halbe Jahr fiel (saisonbereinigt) geringfügig weniger pessimistisch aus als zuletzt. Bei den Bestellplanungen wurde etwas seltener der Rotstift angesetzt. Erneut standen vielerorts Preiserhöhungen auf der Agenda. War bei der Personalplanung zuletzt eine Reduzierung der Beschäftigten etwas in den Hintergrund gerückt, so war dies im Dezember wieder deutlich häufiger vorgesehen.
Im Einzelhandel konnte der Geschäftsklimaindikator zum Jahresende zulegen, auch wenn er sich weiterhin tief im Minus bewegte. Grund dafür waren vor allem die weniger pessimistischen Erwartungen: 44,5% der Unternehmen rechneten nun mit Geschäftsrückgängen im kommenden Halbjahr (48,0% zuletzt), zumindest knapp jeder zehnte Einzelhändler (7,6% zuletzt) mit Zuwächsen. Personalabbau stand seltener auf der Agenda als in den beiden Vormonaten. Vielerorts visierten die Firmen höhere Verkaufspreise an, dies allerdings weniger häufig als noch im November. Die Befragten zeigten sich weit verbreitet unzufrieden mit ihrem Weihnachtsgeschäft, auch wenn der Lageindikator gegenüber November ein paar Saldenpunkte zulegte. Allerdings blieb er dabei unter dem Jahresdurchschnitt 2025 und mehr als 10 Saldenpunkte unter seinem (negativen) historischen Mittel. Verglichen mit dem Weihnachtsgeschäft im Vorjahr meldeten eine Mehrheit (71,5%) der Teilnehmenden Umsatzrückgänge, nur 8,4% Zuwächse. Vor diesem Hintergrund stiegen die Lagerbestände an und bei den Bestellplanungen wurde nochmal häufiger der Rotstift angesetzt.