Handel im Fokus: Stimmungsbild der Händler geht auseinander
Großhandel: Urteil zur Geschäftslage bessert sich
Nach einer zuletzt sichtbaren Verschlechterung ist der Klimaindikator für den Großhandel im August wieder deutlich gestiegen. Dies war vor allem auf den deutlichen Rückgang der Unzufriedenheit mit der aktuellen Lage zurückzuführen, aber auch bei den Geschäftserwartungen gab es weniger pessimistische Einschätzungen als zuletzt. Gegenüber Juli meldeten die Firmen wesentlich seltener Umsatzrückgänge im Vorjahresvergleich. Wohl angesichts der gestiegenen Lagerbestände wurde bei den Bestellplanungen weiterhin vielerorts der Rotstift angesetzt, wenn auch etwas seltener als zuletzt. Personalabbau stand im Vergleich zu den beiden Vormonaten wieder häufiger auf der Agenda. Preiserhöhungen waren ähnlich häufig geplant wie während der ersten Jahreshälfte, der entsprechende Saldenwert liegt jedoch deutlich unter seinem Langzeitdurchschnitt.
Einzelhandel: Umsatz geht vielerorts zurück
Im Einzelhandel nahmen im August die Meldungen über Umsatzrückgänge im Vorjahresvergleich wieder deutlich zu. Vor diesem Hintergrund verschlechterte sich die Bewertung der laufenden Geschäfte spürbar. Aber auch die Geschäftsaussichten trübten sich merklich ein. Ihre Bestellpläne korrigierten die Firmen häufiger nach unten. Die Preiserwartungen sanken zum dritten Mal in Folge, der entsprechende Saldenwert näherte sich seinem Langzeitdurch-schnitt. Beschäftigungsabbau war erneut etwas seltener geplant. Gegenüber Juli sanken die Lagerbestände merklich, der Saldo notierte nun unter seinem historischen Mittelwert. Aufgrund der Verschlechterung beider Komponenten trübte sich das Geschäftsklima wieder spürbar ein, der Klimaindikator rutschte tiefer ins Minus.