01.05.2016|Bauhauptgewerbe

Bauhauptgewerbe: Weniger Bautätigkeitsbehinderungen

Das Geschäftsklima im Bauhauptgewerbe gab – nach einem deutlichen Anstieg im Vormonat – wieder nach. Die Urteile zur momentanen Geschäftslage waren beinahe unverändert positiv, hinsichtlich der Geschäftserwartungen setzten sich jedoch wieder die negativen Meldungen durch. Die Geräteauslastung konnte im Vergleich zum Vormonat um einen Prozentpunkt auf 78% gesteigert werden. Die Baufirmen bewerteten ihren Auftragsbestand nur mehr minimal positiv, der Saldenwert lag aber weiterhin deutlich über dem langjährigen Durchschnitt. Auch die Auftragsreserve sank leicht (3,5 Monate). Die Beschäftigtenpläne wurden etwas nach unten revidiert. Den Firmenmeldungen zufolge, sind die Baupreise im Vormonat nur leicht gestiegen; für die kommenden Monate wurde eine Verlangsamung der Preissteigerungen erwartet. Lediglich 34% der Firmen litten unter Bautätigkeitsbehinderungen (April 2015: 40%). 22% der Firmen berichteten von Witterungseinflüssen, die damit weiterhin die meistgenannte Bautätigkeitsbehinderung darstellten (April 2015: 29%); es war aber weiterhin die meistgenannten Bautätigkeitsbehinderung. 15% gaben Auftragsmandel als Hinderungsgrund an (April 2015: 13%). 

Der Klimaindikator im Hochbau sank deutlich. Die befragten Firmen bewerteten ihre momentane Lage nicht mehr so günstig wie im März. Der zuletzt optimistische Blick auf die Geschäftsaussichten wurde von einer mehrheitlich negativen Haltung abgelöst. Das Klima gab auch in den drei Hochbausparten nach. Im öffentlichen Hochbau wurde die derzeitige Geschäftslage etwas weniger ungünstig eingestuft, hinsichtlich der Erwartungen für die kommenden Monate nahmen die negativen Stimmen jedoch wieder zu. Das Geschäftsklima im gewerblichen Hochbau drehte in den negativen Bereich. Die Lageurteile gaben leicht nach und auch die zukünftigen Geschäftsperspektiven wurden wieder mehrheitlich skeptisch eingeschätzt. Im Wohnungsbau sank der Klimaindikator deutlich. Die aktuelle Lage wurde weniger günstig bewertet; per saldo waren die Firmen weiterhin mehrheitlich zufrieden mit ihrer momentanen Lage. Die zuletzt noch sichtlich optimistischen Aussichten wurden durch eine pessimistischere Einschätzung verdrängt. Im Mittel aller Hochbausparten ging der Auftragsbestand etwas zurück und auch die Auftragsreserve sank minimal auf 3,7 Monate. Die Geräteauslastung konnte um einen Prozentpunkt auf 79% gesteigert werden (April 2015: 76%). (Alle Werte saisonbereinigt).

Der Klimaindikator im Tiefbau sank abermals, blieb aber positiv. Die Umfrageteilnehmer bewerteten ihre momentane Situation erneut merklich weniger günstig. Hinsichtlich der Geschäftsperspektiven wich die verhaltene Zuversicht vom März einer leichten Zurückhaltung. Die Testeilnehmer zeigten sich weniger zufrieden mit ihrem Auftragsbestand, die Auftragsreserve stieg saisonbereinigt jedoch minimal. Die Geräteauslastung blieb unverändert bei 74% und lag damit deutlich über dem Vorjahreswert von 68%). (Alle Werte saisonbereinigt). 

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