05.06.2019|GroßhandelEinzelhandel

Handel im Fokus: Geschäftsklima im Großhandel kühlt sich ab

Der Geschäftsklimaindikator des baden-württembergischen Großhandels sank im Mai deutlich. Ursächlich hierfür war ein sichtlicher Rückgang beider Teilindikatoren. Der Saldo der Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate lag aktuell klar unter dem langfristigen Durchschnitt. Mit dem Umsatz im Vergleich zur Vorjahresperiode zeigten sich die Händler per saldo zwar zufrieden, jedoch nahm der Anteil der Befragten, die von geringeren Umsätzen berichtete, erneut zu. Der Lagerbestand sank leicht und lag damit in etwa auf dem Niveau des langjährigen Mittelwerts. Die Verkaufspreise konnten deutlich seltener angehoben werden als im Durchschnitt des Vorjahres. Auch für die kommenden drei Monate gingen die Händler weniger häufig von guten Preisgestaltungsmöglichkeiten aus. Angesichts der eingetrübten Geschäftsaussichten wurden die Bestellpläne erneut nach unten korrigiert. Die Beschäftigtenpläne sahen dagegen weiterhin Neueinstellungen vor.

Das Geschäftsklima des baden-württembergischen Einzelhandels blieb im Mai nahezu stabil. Die befragten Händler zeigten sich per saldo wieder häufiger zufrieden mit ihrer aktuellen Geschäftslage. Verglichen mit April stieg der Saldo der Umsatzentwicklung im Vergleich zur Vorjahresperiode wieder sichtlich an. Die Skepsis mit Blick auf die kommenden sechs Monate nahm jedoch im aktuellen Befragungszeitraum zu. In diesem Zusammenhang erscheint es naheliegend, dass die Bestellpläne sichtlich nach unten revidiert wurden. Dennoch blieb der Saldo knapp oberhalb des langfristigen Mittelwerts. Neueinstellungen waren seltener geplant. Der Lagerbestand wurde etwas häufiger als zu hoch bewertet, der Saldo lag aber noch merklich unter dem langjährigen Durchschnitt. Die Verkaufspreise wurden vielerorts angehoben, wenn auch nicht mehr so häufig wie im Durchschnitt des Vorjahres. Für die kommenden drei Monate gingen die Befragten von weiteren Preisanhebungen aus.

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